Das Ministerium der Forstwirtschaft der Republik Belarus
4 February 2012 17:01
     

FORSTBENUTZUNG

Grundprinzipien der Organisation der Waldbenutzung in Belarus

In Belarus werden Prinzipien der Organisation der Waldbenutzung von den folgenden Normativdokumenten bestimmt:
- Entwicklungskonzeption des forstwirtschaftlichen Komplexes bis 2015;
- Konzeption der standfesten Entwicklung der Forstwirtschaft bis 2015;
- Strategischer Entwicklungsplan der Forstwirtschaft bis 2015;
- Entwicklungsprogramm der Forstwirtschaft für 2007-2011;
- Nationale Strategie der standfesten sozialökonomischen Entwicklung der Republik Belarus bis 2020;
- Walsgesetzbuch der Republik Belarus.

Die obengenannten Dokumente bestimmen hat folgende Ziele der Waldbenutzung:
- Rationalität, Unerschöpfbarkeit und Kontinuität Waldbenutzung;
- Sicherung der relativ ständigen Waldbenutzung innerhalb des Waldfonds für die Forstwirtschaft führenden Subjekten;
- Durchführung der umweltfreundlichen Waldbenutzung.

Für die Zielerreichung werden folgende Aufgaben gelöst:
- Organisation der Waldbenutzung auf Grund funktioneller Zweckbestimmung der Wälder: Berücksichtigung der Angehörigkeit der Bestände zu den bestimmten Waldgruppen und Kategorien;
- Wissenschaftlich fundierte Bestimmung des Waldbenutzungsumfangs (der berechneten Schlagfläche) mit Durchführung der Grundwaldbetriebsregelung;
- Befolgung der Prinzipien der komplexen Mehrzweckwaldbenutzung, nämlich rationeller Verbrauch nicht nur von Holz, als auch Waldnahrungsmitteln und Arzneimittelrohstoff;
- Sicherung der Erneuerung und der Reproduktion der Wälder;
- Befolgung der ökologischen Prinzipien bei der Organisation der Mehrzweckwaldnutzung: Erhaltung der Waldumwelt, biologischer Vielfalt, Minimisierung der Verletzung der Bodenbedeckung;
- Allmähliche Optimierung des Artenbestands von Waldfonds auf Grund der modernen Bedürfnisse der Wirtschaft, der Bedingungen von Wachsen, wirtschaftliche und ökologische Forderungen;
- Optimierung der Sortimentenstruktur des Schlagfonds auf Grund der Bedürfnisse der Wirtschaft und der Nutzholzweltmarkt;
- Allmähliche Optimierung des Alters und des Umtriebs als den technischen Instruments für Gewinnung der Wertsortimente und für Erreichung der besten ökonomischen Kennziffern in der Waldbenutzung;
- Benutzung der Erholungsmöglichkeiten des Waldes.

Die Forstbetriebe setzten die Prinzipien der nachhaltigen Waldverwaltung und Waldbenutzung in die Praxis um und gewähren damit nicht nur die nachhaltige Waldbenutzung innerhalb des jährlichen Zuwachses sondern auch die Wirtschaftssicherheit des Staates und eine stabile Funktion der Volkswirtschaft.
Die Waldbenutzung gilt als Wirtschaftsbasis für die Waldbewirtschaftung, dadurch wird ihren Intensivitätsgrad bestimmt. Sie ist durch verschiedene Benutzungsarten mit der vorwiegenden Holzaufbereitung vertreten.
Die Holzaufbereitung erfolgt durch den Haupteinschlag und durch den Einschlag für die Zwischennutzung – Pflegehieb, Sanitärhieb und Rekonstruktionshieb. Es werden auch die Erneuerungshiebe und Hiebe für die Bestandformung, Gesundheitshiebe, Reinigungen, Waldabholzungen für die Errichtung der Rohrleitungen, Straßen, Stromversorgungslinien, Verbindungskabel usw. vorgenommen.


Holzbeschaffung

Für das Jahr 2010 wurden von den Forstbetrieben des Ministeriums für Forstwirtschaft ca. 8 Mio. 987 Tausend Kubikmeter der verkaufsfähigen Holzernte durch verschiedene Einschläge aufbereitet, darunter auch: durch den Haupteinschlag – ca. 2,5 Mio. Kubikmeter, durch den Zwischennutzungseinschlag – ca. 4,3 Mio. Kubikmeter, durch andere Einschläge – 2.3 Mio. Kubikmeter.
Auf dem Innenmarkt wurde 6,1 Mio. Kubikmeter des aufbereiteten Holzes, davon 3,5 Mio. Kubikmeter des Brennholzes verkauft.  Ca. 1,7 Mio. Kubikmeter des Holzes wurde exportiert.
2010 wurde 14,5 Mio. Kubikmeter des stehenden Holzes (davon 5,9 Mio. Kubikmeter des Brennholzes) verkauft.
2010 wurden von den Forstbetrieben 472 Einheiten der  heimischen Holzerntetechnik angekauft: 10 Harvesters, 20  Forwarders, 75 Güterwagen MAZ mit Anhängern, 129 Traktoren MTZ, Torlader MPT -461.

 Beseitigung der Sturmfolgen

Infolge der ungünstigen Witterungsbedingungen (Stürme) wurde 2010  über 2,3 Mio. Kubikmeter der verkaufsfähigen Holzes vom Waldbestand des Ministeriums für Forstwirtschaft beschädigt. Die Aufräumung des Windbruchs und Windfallholzes wurde in 75 Forstbetrieben sowohl mit eigenen Kräften als auch mit der Heranziehung der Organisationen des Konzerns „Bellesbumprom“, Organisationen der Wohnungs-und Kommunalwirtschaft usw. durchgeführt. Das gesammelte Holz wurde auf dem Innenmarkt der Republik Belarus verkauft sowie auch exportiert. Insgesamt wurde für die Einräumung der gefallenen Bäume 5800 Personen und 1712 Einheiten Traktoren, LKWs und Holzerntetechnik eingesetzt.

 

 

Holzverarbeitung

Die Forstbetriebe des Ministeriums für Forstwirtschaft beschäftigen sich aktiv mit dem primären Holzschneiden und Erzeugung des Brennholzes. Zurzeit sind in der Branche 71 Sägewerke und Holzverarbeitungswerke tätig.  2010 wurden von ihnen 1102,3 Tausend Kubikmeter des Holzes, davon 905 Tausend ha des Gebrauchsholzes verarbeitet. Es wurde 403,5 Tausend Kubikmeter der Sägewaren, davon 392 Kubikmeter des Schnittholzes produziert, 34 Tausend Kubikmeter der Produkte wurde getrocknet. Die von den Holzverarbeitungswerken erzeugten Waren erfolgreich in der Republik und im Ausland verkauft.
Für die Modernisierung und Weiterentwicklung der Holzverarbeitungswerke wurden 2010 von den Forstbetrieben 39 Projekte realisiert, die auf die Leistungssteigerung der Holzverarbeitungswerge gerichtet sind.  
Zu den Maßnahmen für die Umsetzung dieser Projekte gehören auch: die Aufstellung der neuen Trocknungsanlagen oder Trocknungskammer, der neuen Sägemaschinen, der neuen Maschinen für die Produktion der Meterwaren, der Rundholzsortierungslinie, die Modernisierung der Holzverarbeitungswerke durch die Nachrüstung mit neuen Einrichtungen sowie auch die Modernisierung der Anlagen für die Reduzierung der Stammhölzer.
Für die Realisierung der Maßnahmen zur Modernisierung der Holzverarbeitungswerke wurde 2010 ca. 2,9 Milliarden weissruss. Rubel ausgegeben.
 

Einsatz des Brennholzes

Ein der Richtungen für die Effizienzsteigerung der Forstwirtschaftsbranche gilt die Erhöhung der Brennholz-Verwendung,  der Aufbau der entwickelten Infrastruktur für die Aufbereitung und den Transport des Brennholzes. Seit 2007 haben die Forstbetriebe des Ministeriums für Forstwirtschaft mit der Produktion verschiedener Arten des Holzbrennstoffes begonnen. Insgesamt wurden für 2007-2010  ca. 40 Produktionsstätten  für die Produktion der Holzspäne mit der jährlichen  Produktionsleistung von 700 Tausend Kubikmeter gegründet. In den nächsten fünf  Jahren werden noch ca. 30 Betriebe gegründet. In der Zukunft werden  mit diesen Betrieben ca. 1,5 Mio. der Holzspäne produziert. Für das Jahr 2010 wurden von den Forstbetrieben des Ministeriums für Forstwirtschaft mit der Berücksichtigung der Selbstwerbung  ca. 5310,7 Tausend Kubikmeter des Brennholzes (1412,6 Bezugstonnen) aufbereitet, ca. 318,2 Tausend Kubikmeter der Holzspäne, ca. 8,2 Tausend Tonnen der Pellets und ca. 3,7 Tonnen der Holzbrikette produziert.

Außerwirtschaftliche Tätigkeit

Die Waldressourcen sind eine ständige Währungsquelle. 2010 wurden von den Forstbetrieben des Ministeriums für Forstwirtschaft die Waren für 105,7 Mio. Dollar USA exportiert und Leistungen erbracht. Das Wachstumstempo im Vergleich zum Jahr 2009 betrug 183%.
Die Holzwaren und Dienstleistungen wurden in 22 Länder exportiert, 2,4% davon fällt auf GUS-Länder, 97,6 % - aufs Fernausland. Die Holzwaren und Leistungen wurden nach Polen (61,7 % vom  gesamten Export im Wertausdruck), nach Deutschland (8,2 %), Litauen (7,8%), Lettland (7,3%), Belgien (3,9%), Holland (2,5%) und Schweden (2,4 %) geliefert.
In der Exportstruktur der Holzwaren der Forstbetriebe fällt ca. 64,2 % im Wertausruck auf Faserholz, ca.  21,2 % auf Sägeschnittwaren. Unter anderen exportierten Holzwaren dominiert das Holzbetriebsstoff (7,3 %), entrindetes und rundreduziertes Holz (2,9%),  das Sägeholz aus Weichlaubholzsorten (0,9%)  und  die Späne (1%)

Verwendung der sekundären Waldressourcen

Neben den Forstbewirtschaftung und Holzaufbereitung werden von den Forstbetrieben des Ministeriums für Forstwirtschaft zwecks der rationellen und effizienten Nutzung der Waldressourcen auch die sekundären Waldressourcen und Naturharz gesammelt. Nach den Ergebnissen der Arbeit im Jahr 2010 wurden von den Forstbetrieben des Ministeriums für Forstwirtschaft die Nebenprodukte für die Summe von 6,8 Milliarden Rubel geschickt. Es wurden aufbereitet: Wildbeeren und Wildfrüchte – 1320,6 Tonnen (121% im Vergleich zum Jahr 2009), Birkensaft – 16 381 Tonnen (110,2%), Honig – 45,3 Tonnen  (110,2 %), Nutzfisch – 31,8 Tonnen (132,0%).

    Mehr als 360 Sumpf- und Waldpflanzenarten sind in der Medizin breit verwendet. Fast 30% der Arzneien sind aus Pflanzenrohstoff produziert. Waldpilzen und Beeren sind reich an Wirkstoffen mit tonisierenden, entzündungshemmenden, bakterienvernichtenden, blutbildenden, antitumoren, Antistrahlungseffekt. Sie enthalten die wichtigsten Komponenten des antioxidativen Systems (Aminosäuren und Mineralstoffe), die Elution der Radionuklide fördern und Immunsystem des Menschen positiv beeinflussen.

   Die größte wirtschaftliche Bedeutung haben solche Beerenarten wie Heidelbeeren, Moosbeeren, Blaubeeren und Preiselbeeren, unter den obstliefernden Pflanzen – Ebereschenbeeren. Menschen sammeln für Eigenbedarf auch Walderdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Steinbeeren und andere Arten.
   Maximalressourcen der Beerenpflanzen liegen in den Gebieten Minsk (28%) und Gomel (26%). Die größten Ressourcen haben Heidelbeeren - 33 tausend t. (66%), Moosbeeren - 11,2 tausend t. (22,5 %), die kleinsten – Ebereschenbeeren (1,1 tausend t. oder 2,2%) und Blaubeeren (1,3 tausend t. oder 2,6% von der gesamten biologischen Ressource der Hauptarten).
   Nach dem Erfassungsvolumen nehmen Heidelbeeren und Moosbeeren den ersten Platz ein (5 tausend t. und 1 tausend t. entsprechend).
Nur etwa 20 von mehr als 200 Arten der essbaren Pilze, die in belarusischen Wälder wachsen, werden erfasst, darunter Edelpilz, Pfifferling, Rotkappe, Butterpilz, Kuhröhrling, Morchelpilze, Erdschieber, Erdritterling, Grünling, Reizker, Bastpilz, Täublinge, Milchlinge und andere.
   Das Volumen der Gewerbeerfassung schwankt von 4 bis 5 tausend t. jedes Jahr.
Noch eine wichtige Art der Waldnebenproduktion von großer wirtschaftlicher Bedeutung ist die Bienenzucht. Produktivität des Honigs auf den Waldländereien wird mit 36 tausend t. veranschlagt. Rentabilität der Bienenzucht schwankt von 20 bis 45%.
   Der Export der Nahrungs- und Arzneiwaldprodukte hat zugenommen: etwa 80% der Pilze (meistens Edelpilz und Pfifferlinge) and mehr als 30% der Beeren (meistens Heidelbeeren) werden ins Ausland verkauft.

 

Das Ministerium der Forstwirtschaf
der Republik Belarus

Myasnikov str., 39
Minsk, 220048,
Republik Belarus
Ph.: +375 (17) 2004601
Fax: +375 (17) 2004497

Das Ministerium der Forstwirtschaft der Republik Belarus