Das Ministerium der Forstwirtschaft der Republik Belarus
4 February 2012 17:01
     

WALDERNEUERUNG UND AUFFORSTUNG


In der Forstwirtschaft Weißrusslands wird der Aufforstung und Walderneuerung eine große Aufmerksamkeit geschenkt. Jährlich werden auf großen Flächen neue Wälder gepflanzt, es werden jährlich über 100 Tonnen Waldsamen aufbereitet.
2010 wurde die Aufforstung und Walderneuerung auf der Fläche von 29,8 ha durchgeführt. Für den Waldanbau wurde in den Forstgärten der Forstbetriebe ca. 274,7 Mio. Stück des üblichen Pflanzgutes angepflanzt. Insgesamt werden von den Forstbetrieben des Ministeriums für Forstwirtschaft über 260 Arten und Formen der Holzpflanzen herangezogen.
In den Wäldern des Ministeriums für Forstwirtschaft  nimmt der Anteil der Holzpflanzen, die vom Selektionssaat-und Pflanzengut gezüchtet werden, ständig zu: 2006 – 11%, 2007 – 12,6%, 2008 – 16,7%, 2009 – 17,9%, 2010 – 25%.
Im Waldfonds ist ein großes Arbeitsvolumen zur Bildung der ständigen Waldsamenbank durchgeführt, was zur erfolgreichen Lösung der Aufgaben zur Verbesserung der Waldfondsstruktur, zur Erhöhung der Produktivität und Beständigkeit der Wälder beiträgt. Es wurde die Selektionseinschätzung der Wälder vorgenommen, über 1,1 Tausend ha der Auslesebestände zur Verfügung gestellt, ca. 1683 ha der Waldsamenplantagen und 278 ha der ständigen Waldsamenflächen gebildet, auf denen die besten Waldsamen für die Anpflanzung der neuen Wälder gesammelt werden.
Die bestehenden ständigen Waldsamenplätze versorgen in vollem Maße die Forstbetriebe mit dem Selektionssaatgut der grundlegenden Baumsorten. Die Verwendung des selektionsverbesserten Saatgutes bei der Walderneuerung lässt in der Zukunft die Produktivität der reifen Bestände um 10-15% erhöhen. Auf solche Weise kann von jedem Hektar der aus dem Selektionssaatgut herangezogenen Waldpflanzungen zusätzliche von 15 bis 30 Kubikmeter Holz ja nach der Holzsorte geerntet werden.
Um die Effizienz der Forstsaatproduktion zu erhöhen, wurden die fortschrittlichen Technologien zur Verarbeitung und Lagerung des Forstsaatgutes eingeführt, die zurzeit erfolgreich funktionieren. Diese Technologien lassen das hochqualitative Saatgut bekommen und seine langfristige und vollwertige Aufbewahrung als Reservefonds gewährleisten.
Zurzeit werden in den Kühlkammern der Selektions-und Samenzüchtungszentren des Ministeriums für Forstwirtschaft über 17 Tonnen des Saatgutes von Nadelbäumen aufbewahrt, was der 3-Jährige Bedarf der Forstbetriebe an diesem Saatgut im Fall der Fehlernte decken kann.
2010 wurden von den Forstbetrieben die Plantagen der schnellwüchsiger Bäume und Büsche auf der Fläche von 306 ha aufgebaut.
 
Mit der Absicht Selektionssamenzucht in dem Zweig zu entwickeln und zu vervollkommnen, wurden 2002 im Republikzentrum für Waldselektion und Samenzucht (RZWSS) und auch in Forstbetrieben Ivazevitschi und Glubokoje neue Werke für Verarbeitung und Aufbewahrung des Waldsaatguts eingesetzt.
Produktionskapazität des RZWSS und Waldsamenwerke von Forstbetrieben Ivazevitschi und Glubokoje ermöglichen während der Erntezeit die Verarbeitung von 300 t Zapfen, Langzeitaufbewahrung von 25 t Koniferensamen, Anbau bis an 2 Mio Sämlinge mit dem geschlossenen Wurzelsystem.
 
 
 
Genetik- und Selektionsgrundlagen der Waldreproduktion in Belarus im Kontext der Übereinkommen über die biologische Vielfalt
Wiederaufforstung und Aufforstung in der Republik sichert:
- obligatorische Wiederaufforstung von Holzschlägen, Brandstätten und anderen Landkategorien des Waldfonds im Laufe von 2 bis 3 Jahren nach ihrer Entstehung;
- Angemessenheit der Holzarten der Bedingungen von Wachsen; rationelle Benutzung der Waldfondsländereien;
- Erhaltung der biologischen Vielfalt und des Genfonds der Wälder;
- Erweiterung der Fläche von Eichen-, Eschen- und Lindenwälder;
- vorrangiges Schaffen der Mischwälder;
- Verbesserung der Wasserschutz-, Schutz- und Gesundungsfunktionen der Wälder,
Erhöhung ihrer Produktivität und Beständigkeit;
- Erhaltung und Erhöhung des Bewaldungsprozents in der Republik Belarus;
- Deckung von sozialökonomischen Bedürfnissen der Gesellschaft nach verschiedenartigen Waldprodukten und Nutzen.

Vorrangrichtungen der Genetik- und Selektionsreproduktion der Wälder
in der Republik Belarus

- Entwicklung und Vervollkommnung der Waldsamenbank;
- Selektion der Waldholzarten;
- Erhaltung der Waldgenressourcen.
Entwicklung und Vervollkommnung der ständigen Waldsamenbank (SWSB) muss die forstwirtschaftlichen Unternehmen mit wertvollen Samen der Waldholzarten versorgen. Es ist geplant, dass in der Zukunft 50% der Samen aus der SWSB und 50% von den besten natürlichen Anpflanzungen benutzt sein werden.
Dafür sieht man zwei Richtungen der Samenzucht vor: Populations- und Plantagen-. Waldsamenbank der Selektion schließt Qualitätsanpflanzungen, Naturschutzgebiete für Waldsamen und ständige Waldsamenplätze ein. Man hat vor auch Selektionssamenbestände auszuwählen.
Klonplantagensamenzucht wird als Hauptrichtung der Verlegung von Samenzucht auf Selektionsbasis betrachtet.
Die Hauptaufgabe der Waldselektionsentwicklung ist Qualitätsentwicklung und Erhöhung der Waldproduktivität durch Verwaltung der Erblichkeit und der Variabilität der Holzgewächse. Das Ziel der Waldsamenzucht ist die Gewinnung der Sortensamen und Gebietseinteilung ihrer Benutzung.
Zielerreichung sieht Anwendung folgender Selektionsmethoden vor: Massen-, Gruppen-, Individual-, Kombinations- und Mutationsselektion, Züchtung isolierter Zellen und Gewebe.
Um quantitative und qualitative Merkmale der der Anpflanzungen zu verbessern, wird Populationsselektion angewendet, die auf der Verwendung der Überlegenheit an Selektionsmerkmalen der perspektivischen Populationen beruht.
Für Verbesserung der qualitativen Merkmale von Bäumen und Holz, für Holzmassezunahme bei den kurzen Wachstumsperioden, Individualselektion wird gebraucht.
Beide Selektionsrichtungen sehen die Ausführung von Versuchen der Nachkommenschaft vor.
Eine der Hauptaufgaben ist das Schaffen der neuen Kieferpopulation durch kontrollierbare Kreuzungen der bewährten Elternformen.
Erhaltung von Waldgenressourcen hat zwei Richtungen: die Erhaltung des Populationsgenfonds und der Arten in-situ (d.h. in natürlichen Beständen) und ex-situ (d.h. außerhalb des natürlichen Wachsens). Als Hauptrichtung wird die erste betrachtet, weil nur sie die Erhaltung von Genfonds der Waldartenpopulationen in vollem Umfang ermöglicht.

 

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der Republik Belarus

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