Das Ministerium der Forstwirtschaft der Republik Belarus
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WALDERNEUERUNG UND AUFFORSTUNG

Waldreproduktion und Aufforstung


In der Forstwirtschaft von Belarus ist rechtzeitige und hochwertige Wiederaufforstung eine der Hauptbedingungen der Sicherung von Prinzip der Beständigkeit und der Unerschöpfbarkeit der Waldbenutzung, Erhaltung der biologischen Vielfalt der Waldpflanzenwelt und des genetischen Potentials.
Entwicklungsprogramm der Forstwirtschaft für 2007-2011 sieht 2007 Durchführung der Wiederaufforstung und Aufforstung auf der Fläche von 50,5 tausend ha vor, einschließlich Waldaussaat und Einpflanzen auf 44,6 tausend ha.
Die Fläche baumfreien Ländereien, die für künstliche Wiederaufforstung geeignet sind, machte am Anfang 2007 62,0 tausend ha aus.
2006 wurden in den Waldbaumschulen 315,3 Mio Standardwaldsämlinge und Setzlinge gezüchtet. Das ermöglichte die Einpflanzenplanerfüllung und Verkauf eines Teils des Pflanzguts ins Ausland. 288,3 t der Samen von Laub- und Nadelholzarten wurden beschaffen, 9,6 t hochwertiger Tannen- und Kiefersamen wurden auf die Dauer aufgespeichert.
Im Frühling 2007 wurde der Wald auf der Fläche von 39,3 tausend ha gesät und eingepflanzt, darunter auf:
- Holzschlägen – 17,1 tausend ha (43,5%);
- unfruchtbaren landwirtschaftlichen Nutzflächen, die ins Waldfonds aufgenommen wurden - 13,6 tausend ha (34,5%);
- Lichtungen und verwahrlosten Grundstücken - 5,1 tausend ha (13,0%);
- Brandstätten und abgestorbenen Waldbestände - 719 ha (1,8%);
- mit Wald bedeckten Ländereien - 2,7 tausend ha (6,8%);
- stilgelegenen Torfbrüchen und Sandgruben - 144 ha (6,8% und 0,4% entsprechend).
Auf der Fläche von 3864 ha wurde Rekonstruktion der minderwertigen Bestände durchgeführt.
Es wurden auch 152 ha der Waldplantagenkulturen für Versorgung des Zeitungspapierherstellers mit Rohholz und 191,5 ha der Energieplantagen von schnell wachsenden Holzarten für Versorgung der Wärmeenergieanlagen mit lokalen Brennstoffarten erschaffen.
Grundwaldholzarten bei der künstlichen Wiederaufforstung und Aufforstung sind wirtschaftlich wertvolle Holzarten – der Kiefer, die Tanne, die Eiche u. a. Hartlaubholzarten. Es werden auch andere lokalen Holzarten benutzt (die Birke, die Erle, die Linde). Die Arbeit an der Wiedereinführung der Lärche wird verwirklicht.
Mit der Absicht Selektionssamenzucht in dem Zweig zu entwickeln und zu vervollkommnen, wurden 2002 im Republikzentrum für Waldselektion und Samenzucht (RZWSS) und auch in Forstbetrieben Ivazevitschi und Glubokoje neue Werke für Verarbeitung und Aufbewahrung des Waldsaatguts eingesetzt.
Produktionskapazität des RZWSS und Waldsamenwerke von Forstbetrieben Ivazevitschi und Glubokoje ermöglichen während der Erntezeit die Verarbeitung von 300 t Zapfen, Langzeitaufbewahrung von 25 t Koniferensamen, Anbau bis an 2 Mio Sämlinge mit dem geschlossenen Wurzelsystem.
 
Genetik- und Selektionsgrundlagen der Waldreproduktion in Belarus im Kontext der Übereinkommen über die biologische Vielfalt
 

Wiederaufforstung und Aufforstung in der Republik sichert:

- obligatorische Wiederaufforstung von Holzschlägen, Brandstätten und anderen Landkategorien des Waldfonds im Laufe von 2 bis 3 Jahren nach ihrer Entstehung;
- Angemessenheit der Holzarten der Bedingungen von Wachsen; rationelle Benutzung der Waldfondsländereien;
- Erhaltung der biologischen Vielfalt und des Genfonds der Wälder;
- Erweiterung der Fläche von Eichen-, Eschen- und Lindenwälder;
- vorrangiges Schaffen der Mischwälder;
- Verbesserung der Wasserschutz-, Schutz- und Gesundungsfunktionen der Wälder,
Erhöhung ihrer Produktivität und Beständigkeit;
- Erhaltung und Erhöhung des Bewaldungsprozents in der Republik Belarus;
- Deckung von sozialökonomischen Bedürfnissen der Gesellschaft nach verschiedenartigen Waldprodukten und Nutzen.

Vorrangrichtungen der Genetik- und Selektionsreproduktion der Wälder
in der Republik Belarus

- Entwicklung und Vervollkommnung der Waldsamenbank;
- Selektion der Waldholzarten;
- Erhaltung der Waldgenressourcen.
Entwicklung und Vervollkommnung der ständigen Waldsamenbank (SWSB) muss die forstwirtschaftlichen Unternehmen mit wertvollen Samen der Waldholzarten versorgen. Es ist geplant, dass in der Zukunft 50% der Samen aus der SWSB und 50% von den besten natürlichen Anpflanzungen benutzt sein werden.
Dafür sieht man zwei Richtungen der Samenzucht vor: Populations- und Plantagen-. Waldsamenbank der Selektion schließt Qualitätsanpflanzungen, Naturschutzgebiete für Waldsamen und ständige Waldsamenplätze ein. Man hat vor auch Selektionssamenbestände auszuwählen.
Klonplantagensamenzucht wird als Hauptrichtung der Verlegung von Samenzucht auf Selektionsbasis betrachtet.
Die Hauptaufgabe der Waldselektionsentwicklung ist Qualitätsentwicklung und Erhöhung der Waldproduktivität durch Verwaltung der Erblichkeit und der Variabilität der Holzgewächse. Das Ziel der Waldsamenzucht ist die Gewinnung der Sortensamen und Gebietseinteilung ihrer Benutzung.
Zielerreichung sieht Anwendung folgender Selektionsmethoden vor: Massen-, Gruppen-, Individual-, Kombinations- und Mutationsselektion, Züchtung isolierter Zellen und Gewebe.
Um quantitative und qualitative Merkmale der der Anpflanzungen zu verbessern, wird Populationsselektion angewendet, die auf der Verwendung der Überlegenheit an Selektionsmerkmalen der perspektivischen Populationen beruht.
Für Verbesserung der qualitativen Merkmale von Bäumen und Holz, für Holzmassezunahme bei den kurzen Wachstumsperioden, Individualselektion wird gebraucht.
Beide Selektionsrichtungen sehen die Ausführung von Versuchen der Nachkommenschaft vor.
Eine der Hauptaufgaben ist das Schaffen der neuen Kieferpopulation durch kontrollierbare Kreuzungen der bewährten Elternformen.
Erhaltung von Waldgenressourcen hat zwei Richtungen: die Erhaltung des Populationsgenfonds und der Arten in-situ (d.h. in natürlichen Beständen) und ex-situ (d.h. außerhalb des natürlichen Wachsens). Als Hauptrichtung wird die erste betrachtet, weil nur sie die Erhaltung von Genfonds der Waldartenpopulationen in vollem Umfang ermöglicht.

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