SCHäDLINGEN UND KRANKENHEITEN
Belarusische Wälder liegen auf dem Weg der aktiven grenzüberschreitenden Luftübertragung der zivilisatorischen Emission. Sie wurden mehrmals der Einwirkung von Orkane und Dürren ausgesetzt, gehören zu der Zone der potentiellen Ausbrüche der Massenvermehrung von Ungeziefer. Beträchtlicher Teil der Wälder (21,6%) ist mit Radionukliden kontaminiert.
Im Zusammenhang mit dem großen Schaden, der die Ungeziefer der Forstwirtschaft zufügen, werden im Waldfonds jährlich Vorbeugungs- und Vernichtungsabwehrmaßnahmen getroffen. Um die ökologische Ganzheit der Biogeozönose zu erhalten, muss man umweltfreundliche chemische, biologische und mikrobiologische Waldschutzmittel vernunftmäßig verwenden.
Im Waldinstitut der Nationalen Akademie der Wissenschaften wurden folgende Waldschutzmittel entwickelt: der bakterielle Insektizid „Gomelin“, Viruspräparat „Disparin“, Pheromonmittel und Technologien ihrer Verwendung zur Überwachung von Kieferspinner. Verwendung der Pheromone gibt Möglichkeit Schädlingsherde im Frühstadium ihrer Formierung zu entdecken und deshalb Ausgaben für ihre Vernichtung ermäßigen. Das neue Biopräparat „Brewisin“ ist für die Samen- und Pflanzenbearbeitung gegen phytopathogene Spezies und für den Schutz der Nadelsämlinge gegen Lagern und Wurzelfäule zugeordnet.
Im Waldinstitut der Nationalen Akademie der Wissenschaften werden die Ursachen des Tannenwaldschwindens untersucht, Methoden der Vorbeugung der Massenvermehrung von Fichtenborkenkäfer und anderen Stammschädlingen, Prinzipien der Populationskontrolle erarbeitet.
Die Republik hat hohen Wissenschaftspotential, der die Lösung der Waldschutzprobleme auf dem modernen Niveau mit der Rücksicht auf die Weltpraktik ermöglicht. Das Ministerium der Forstwirtschaft unterstützt wissenschaftliche Entwicklungsarbeiten, die vom Waldinstitut, Pflanzenschutzinstitut, Institut der Experimentalbotanik, von der Belarusischen Staatlichen Universität, BSTU und von dem Zentralen botanischer Garten durchgeführt werden.
Der Zustand der Tannenbestände in Belarus hat sich stabilisiert. Die Fläche des beschädigten Waldbestands machte am 01.07.2007 6128 ha mit Holzbestand 144,1 tausend m3 aus, mit einbegriffen 98,9 ha mit Holzbestand 25,2 tausend m3, die Endsäuberungshieb bedürfen. Im Vergleich zu der entsprechenden Periode im 2006 verminderte sich das Volumen des Endsäuberungshiebs des zerrütteten Bestandes 2,2 mal, der Auszughauung – 1,5 mal.
Von Anfang des Jahres 2007 wurde Hartlaubwald auf der Fläche 5 535,8 ha mit Holzbestand 159 tausend m3 zum gebührenden hygienischen Zustand gebracht, mit einbegriffen Eichenhaine – 3 710 ha und 110,6 tausend m3, Eschenwald – 1825,8 ha und 48,9 tausend m3, was 1,8 mal mehr als 2006 en bloc ist.
2007 wurde waldpathologisches Monitoring auf allen Waldländereien durchgeführt, einschließlich mit dem Gebrauch von 5 Pheromontypen, die von Belarusischen Wissenschaftlern erarbeitet wurden. Der Komplex der Verhütungsmaßnahmen wurde im Waldbestand und in den Baumschulen auf der Fläche von mehr als 20 tausend ha getroffen. Da 2007 die Schädlingsherde fehlten, Waldbefliegen war nicht nötig.
Die Aufgaben von allergrößter Bedeutung sind jetzt das Bringen des Hartlaubwalds zum gebührenden hygienischen Zustand und Durchführung der Säuberungshiebe.
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