DIE STRAHLUNGSSICHERHEIT
Die Wälder von Belarus haben fast 70% der Radionuklide akkumuliert, die auf das Territorium der Republik gefallen haben. Als Folge der Tschernobyl-Katastrophe waren mehr als 2 Mio ha des Waldes (22% von allen Wäldern in der Republik) der radioaktiven Kontamination ausgesetzt. 54 Forstbetriebe des Ministeriums der Forstwirtschaft mit Gesamtfläche von 1,8 Mio ha (22%) sind im verschiedenen Maße kontaminiert.
Mit der Zeit hat sich die Strahlungssituation in den Wäldern verändert: der Gehalt von Caesium-137 im Boden und Gamma-Dosisrate haben verringt. Die Fläche des kontaminierten Waldfonds von Ministerium der Forstwirtschaft hat sich 2006 um 7 tausend ha im Vergleich zu 2005 vermindert. Jahresdurchschnittsverringerungstempo der Gamma-Dosisrate macht in verschiedenen Waldtypen von 2,0% bis 4,4% aus.
Auf den kontaminierten Territorien des Waldfonds wurde Spezialsystem der Forstwirtschaftsführung organisiert, das langfristige effektive Maßnahmen, Sicherheit der Arbeitsbedingungen und Gewinnung der unkontaminierten Produkte garantiert.
Die Forstwirtschaftsführung auf solchen Territorien wird mit den Regeln der Forstwirtschaftsführung in den Zonen der radioaktiven Kontamination reglementiert, abhängig von Kontaminationsdichte.
Beachtung aller Forderungen und obligatorische Strahlensicherheitsmessungen ermöglichen auf den Territorien mit der Casium-137 Kontamination bis 15 Curie/km2 Holz zu beschaffen, das den Hygienenormativen entspricht. Jedes Jahr wird in kontaminierten Zonen Aufforstung durchgeführt, werden Vorbeugungsmaßnahmen in Waldbewachung und Schutz getroffen.
Die Aufgabe des Systems der Strahlensicherheitsmessungen ist die Strahlungssicherheit des forstwirtschaftlichen Personals und der Bevölkerung beim Waldbesuchen und beim Gebrauch der Waldprodukte zu garantieren.
Jedes Jahr untersuchen die Spezialisten der Struktureinheiten von Strahlenschutzdienst mehr als 80 tausend Proben von Holz, Waldprodukten, Hilfswirtschaftsprodukten und Boden. Die Höchstnormativüberschreitung wird während der letzten 5 Jahre in frischen und trockenen Pilzen, Moosbeeren, Heidelbeeren, Milch und Wildbret nachgewiesen. Von untersuchten Nutzholz- und Brennholzproben zeigten Grenzwertüberschreitung 2% der Brennholzproben, dabei überschreiten die Höchstwerte das zulässige Niveau 10-mal.
Die Bevölkerung wird ständig durch die Massenmedien über die Strahlungssituation in den Wäldern, Gebrauchsmöglichkeiten von Waldprodukten und notwendige Sicherheitsmaßnahmen informiert. Informierung wird auch vor dem Beginn der Maiensaison, Erntezeit von Pilzen und Beeren, Weidezeit und Feuergefahrperiode durchgeführt. Im Waldbestand werden Warnzeichen und Informationsplakate, in den Förstereien Stände aufgestellt.
2006 während der Erntezeit von Waldprodukte (Mai-Oktober) waren in Förstereien zusätzlich geöffnet und funktionierten 33 Stellen der radiometrischen Kontrolle. Das Personal erteilte die Information über die Regeln der Forstbenutzung auf den kontaminierten Territorien und führte Strahlensicherheitsmessungen der gesammelten Waldprodukte durch.
Es wurden die Empfehlungen für die Forstarbeiter und Bevölkerung erarbeitet „Sie wollen den Wald besuchen …“, die jedes Jahr neugefasst werden. Die Empfehlungen werden in der Form der Broschüren und Posters herausgegeben.
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